www.fal-hessen.de-www.fal-anstoss.de

Donnerstag, 23. Februar 2012

Alzenauer Lazarett vor kniffliger Heimaufgabe

Regionalliga: FCB empfängt Karlsruher SC II – Tim Franz wieder fit - Das schwer erkämpfte 0:0 bei der U23 des Bundesligisten FC Bayern München hat beim FC Bayern Alzenau heftige Spuren hinterlassen. Der erste Punktgewinn der Alzenauer in der bayrischen Metropole - in der ersten Regionalligaspielzeit 2009/2010 hatten die Weiß-Blauen im Grünwalder Stadion 0:1 am 27. November gegen den TSV 1860 München II verloren - hat dem Aufsteiger ein regelrechtes Lazarett beschert. So drohen für die Partie am Freitag gegen die zweite Garnitur der Zweitligisten Karlsruher SC II schlimmsten Falls „acht“ Akteure auszufallen (19 Uhr, Städtisches Stadion).

Die Freude, dass nach dem 1:1 beim SC Pfullendorf, am Sonntag mit der Nullnummer bei den „kleinen“ Bayern schon der zweite Auswärtszähler eingefahren werden konnte, ist am Prischoß daher schnell verflogen.

„Nach dem tollen Erfolg, hat uns der Alltag schon wieder eingeholt“, bringt es Marco Roth auf den Punkt. Der Trainer des Tabellenelften blickt vor dem achten Spieltag besonders besorgt auf die zentralen Positionen im defensiven Mittelfeld. Zuletzt hatten dort Frank Schröer und Christoph Stefani einen guten Job gemacht, doch drohen beide gegen den Rangsiebten aus Karlruhe auszufallen. Schröers Probleme im Knie sind wieder aufgebrochen, dennoch besteht ein Funken Hoffnung, dass der Ex-Wormser gegen die Badener auflaufen kann. Definitiv passen muss Stefanie, dem Anfang der Wochen nach akuten Schmerzen die entzündeten Weißheitszähne gezogen werden mussten. Doch damit nicht genug: Auch Mittelfeldspieler Jochen Seitz wird nach aktuellem Stand ausfallen. „Er hat eine Muskelverhärtung, da macht es kaum Sinn ihn spielen zu lassen, zumal es dann womöglich noch schlimmer werden könnte“, neigt Roth dazu dem Routinier eher eine Auszeit zu gönnen. Da auch Joseph Mensah noch nicht wieder ganz auf der Höhe ist - der Allrounder hatte in München unter Schüttelfrost gelitten und hatte die Reise daher ohne Einsatz mitgemacht - , wird es in der Schaltzentrale eng. Julius Väth dürfte die erste Alternative für die eine der beiden „Sechser“-Positionen sein. „Er hat wieder sehr gut trainiert und bei seinen Einsätzen bisher ordentliche Leistungen abgeliefert“, bestätigt der FCB-Coach. Doch ist die Liste der angeschlagenen Spieler beim Aufsteiger damit längst nicht geschlossen. Bei Innenverteidiger Christoph Schneider zwickt der Oberschenkel und Stürmer Marco Di Maria hat am Sonntag einen Schlag gegen den Kehlkopf bekommen und leidet an erheblichen Schluckbeschwerden. Doch gab es unter der Woche am Prischoß auch zwei positive Nachrichten. Offensivspieler Tim Franz konnte bisher alle Trainingseinheiten problemlos bestreiten und dürfte daher definitiv am Freitag dabei sein. Überraschend im Training war auch schon wieder Mittelstürmer Peter Sprung. „Den Peter muss man manchmal ein bisschen vor sich selbst schützen. Es ehrt ihn dass er so schnell wie möglich wieder dabei sein will. Aber man muss mit Verletzungen vorsichtig umgehen und nicht zu viel wollen“, meint Roth. Deshalb hat er seinen Stürmer im Training den Ball auch ganz schnell wieder vom Fuß und aus dem Mannschaftstraining genommen und ihn zum für keinen Spieler der Welt angenehmen „Laufen ohne Ball“ beordert. Ob Sprung gegen die KSC-Reserve zumindest schon auf der Bank sitzt, wollte der FCB-Trainer erst nach dem heutigen Abschlusstraining entscheiden.

Voraussichtliche Aufstellung: Gonzales Garcia – Goldhammer, Schneider, Bartel, Günel – Franz, Popp, Mensah, Väth, Lange – Di Maria, Breunig (Simsek)

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren